Matchrevolver .38Spec oder .357Magnum

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Varminter
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Matchrevolver .38Spec oder .357Magnum

Beitrag von Varminter »

Hi Folks,

mir spuckt schon länger ein hochwertiger Matchrevolver in den Gedanken herum.

Kurzfristig dachte ich an einen Revolver in 9mm Luger, aber das wird es doch nicht.

Davon rieten mir zuviel Leute ab.

Wonach würdet ihr neu oder gebraucht Ausschau halten?

Verschossen wird mit höchster Wahrscheinlichkeit nur .38Spec als Matchladung.

'6 Lauflänge und brünniert erwünscht.

Zahlt es sich aus, an eine Customarbeit zu denken?

Wer hat sowas und ist zufrieden?
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fivegunner
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Re: Matchrevolver .38Spec oder .357Magnum

Beitrag von fivegunner »

Such dir einen alten S&W K38 Masterpiece in 6"! Sowas ist im Kaliber .38 Special kaum zu toppen und hält mindestens ein Schützenleben lang. Ich liess mir meinen von meinem Sohn abschwatzen und heute schlägt er mich damit regelmässig resultatmässig. Alternative wäre ein Manurhin, häufig komplett unterschätzt.
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cas81
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Re: Matchrevolver .38Spec oder .357Magnum

Beitrag von cas81 »

Genau, S&W M14/K38 Target Masterpiece für 38spl only. K-Frame.
https://www.all4shooters.com/de/shootin ... -revolver/

Das sind halt begehrte Stücke, also womöglich ist Geduld gefragt. Im Grunde taugt aber jeder ältere S&W in gutem Zustand mit Target-Visierung, zB ein M27 mit Target Korn. Nur 357 würde ich nicht dauerhaft aus den K-Frames verschießen, erst recht keine heißen 125gr. Und vielleicht wichtiger als irgendwelche Details: Das Gewicht. Der beste Revolver nützt nix, wenn du nach 3 Schuss erst mal wieder absetzen musst. Zu leicht hingegen gibt's in 6 Zoll nmE sowieso nicht. K-Frames bieten mMn die beste Balance aus Stabilität und benötigter Kraft über die Zeit (sofern sie mit 38spl betrieben werden).
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Kemira
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Re: Matchrevolver .38Spec oder .357Magnum

Beitrag von Kemira »

Eigentlich müsste ich mich meinen Vorrednern vorbehaltlos anschließen, vor allem, da ich selber vor kurzem erst verkündet habe, meinen 686 gegen einen K-Frame tauschen zu wollen.

Aber: in der Praxis sollte man sich nicht zu sehr auf den Rahmen oder "reiner .38er" versteifen, will sagen, ein normaler 586/686 (aus den "guten Jahren" von S&W), geladen mit auf die Knarre abgestimmten Patronen und ggf. versehen mit leichterer Rebound-Feder, tut den Job fürs statische Löchelstanzen ebenso.

Weit wichtiger als der Rahmen, Matchvisier oder die Tiefe der Lagerbohrung ist meiner Erfahrung nach, dass der Griff zur Hand passt. Das entscheidet, ob der Revolver über die vollen 70 Schuss gleichmäßig fest und unverkrampft gehalten werden kann oder ob man anfängt zu verkrampfen und zu zittern.

Ein 14er ist wegen des fehlenden Full Lugs für viele vorn zu leicht (ja, das gibt's auch), der 586/686 ist wegen seines Full Lugs für einige zu kopflastig. Das muss letzten Endes jeder für sich entscheiden, funktionieren tut das Spiel mit beiden Varianten.

Den 686 sieht man halt zuhauf auf jedem FFWGK-Match, und das nicht ganz grundlos.

Nachtrag: Meine persönliche Empfehlung lautet, Modell 14, 19 oder 586 bis Anfang 80er Jahre. Es gibt Ersatzteile und Griffe en Masse, Federn von Wolff und Wilson, Matchvisiere, und die Dinger sind bewährt.
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Re: Matchrevolver .38Spec oder .357Magnum

Beitrag von MarkM »

Ich habe einen ungeschossenen Smith&Wesson Dash 3 686 Silhoutte in 6“ mit 4 Stufen Korn geholt und für mich passenden Nill Griff montiert. In Summe unter 1.000 € und macht Streukreise von deutlich unter 30mm mit mehreren Laborierungen auf 25 Meter 10 Schuss.

Mehr Custom brauche ich beim Revolver nicht…bei der 1911 hab ich mir auch mehr eingebildet.
:sarkasmus: manchmal auch :offtopic:
Helfe aber gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten.
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Re: Matchrevolver .38Spec oder .357Magnum

Beitrag von Hane »

Colt Python, Manurhin oder Korth.
Ich mag die S&W halt nicht. Ist wie mit den Blaser.
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Re: Matchrevolver .38Spec oder .357Magnum

Beitrag von DocRuger »

Varminter hat geschrieben: 5. September 2021, 11:50 Zahlt es sich aus, an eine Customarbeit zu denken?
Wenn das Gerät und nicht du selbst der limitierende Faktor bist lohnt sich ein Custom Revolver sicherlich.

Es nützt aber der teuerste und beste Revolver nichts wenn der Schütze es auf der Scheibe nicht umsetzen kann.
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T/C
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Re: Matchrevolver .38Spec oder .357Magnum

Beitrag von T/C »

Um es nicht unübersichtlich zu machen zitiere ich jetz ned den ganzen Beitrag, aber im Grunde kann ich dem Kollegen Kemira in allen Punkten beipflichten.
Konkrete Empfehlungen sind immer recht schwierig, weil ma ned weiss mit was der User dann in der Praxis am besten zurecht kommt - bei mir selbst hab ich sehr oft festgestellt, dass der Griff und die Handlage/Haptik und die Visierung das größte Kriterium darstellen. Von der Schussleistung her schenken sich die üblichen Kandidaten meist recht wenig. Ich hab, wie schon mal hier erwähnt, auch fast alle "Nobelhobel" wie Manurhin MR73, MR38 Match, Colt Python, Korth Mod. Sport durch und am bin Ende dann wieder bei S&W gelandet. Keiner schoss schlechter oder besser als der andere, sofern die Waffen technisch in Ordnung waren, ...je nach Tagesverfassung halt. Verarbeitungstechnisch gibts bei Manurhin und Korth sicher nix zu bemängeln ausser dass letzterer sogar zum klemmen anfängt, wenn man reine Bleigeschosse verschiesst, da reicht der Schmauch und Rückstand vom Blei dass sich die Trommel (am Kran) nur mehr widerwillig drehen lässt und das spürt man - fällt natürlich weniger auf wenn man nur SA schiesst. Bei S&W muss man beim Gebraucht - sowie Neukauf schon mal schauen ob der Lauf grade drin ist und Timing/Trommelspiel passt - letzteres lässt sich oft auch selber mit wenig Aufwand richten wenn sonst alles passt. Seit ich mit PPC1500 angefangen habe ist es es für mich klar S&W bzw. Umbau durch Club 30. Ein S&W lässt sich halt mit wenig finanziellem Aufwand und etwas Geschick auch selbst sehr schnell in eine gewünschte Richtung tunen (Abzug/Visierung) und bei Manurhin, Colt oder Korth sucht man auch lange und teuer nach Ersatzteilen wenn mal doch was kaputtgeht oder einem das Originalvisier ned passt.
Custom Umbau lohnt sich mMn dann, wenns das Gewünschte von der Stange nicht gibt - drum hab ich mir einen 6" in 45ACP (um)bauen lassen bzw. liegt mein S&W 627 der auf Moonclips gefräst wird und einen 6" Lauf mit HBH Schiene bekommt, grad beim Club 30 Büxer.
Wenns ned speziell sein muss und der Revo nur statisch, Präzi (ohne zwingenden DA Betrieb) verwendet werden soll würd ICH einen 586, 686, 14er, 66er und wenn Geld ka Rolex spielt Korth oder Manurhin von der Stange nehmen, je nachdem was am besten in der Hand liegt.
Oder etwas exklusiver eine 66er oder 14er (Lauf) Leiche kaufen, die mechanisch vom System her in Ordnung ist und 6" Polygon-Lauf in Wunschkontur anfertigen lassen, LPA Visier und Target Korn drauf - fertig. Kosten ca 2500.- €
Und die Mähr dass Dauerbetrieb von 38er (H&N Geschosse) in der 357er Trommel so "schädlich" sind weil man da dann keine 357er mehr laden kann hab ich mir selber mit knapp 10.000 Schuss 38er ausm S&W 627er widerlegt und ich bin jetzt ned grad der putzfreudigste KW Schütze...eine 357er fällt ohne Widerstand in die Trommel. Ich konnte auch nicht feststellen dass ein reiner .38er "besser" schiesst als ein .357er mit der gleichen (.38er) Munition.
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Wolf1971
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Re: Matchrevolver .38Spec oder .357Magnum

Beitrag von Wolf1971 »

Varminter hat geschrieben: 5. September 2021, 11:50 Hi Folks,

mir spuckt schon länger ein hochwertiger Matchrevolver in den Gedanken herum.

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Ich schiesse alle meine Bewerbe mit einem SW 14 BJ 1967 und der ist absolut top. Wenn du .357 auch möchtest dann nimm einem SW 27.
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Re: Matchrevolver .38Spec oder .357Magnum

Beitrag von doc steel »

Ich brech aus der Masse der S&W Befürworter aus und empfehle diesen:
http://www.alfa-proj.cz/en/products/fir ... 61-s551576
lg,
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