Ich habe absolut kein Problem damit, wenn jemand aus welchen Gründen auch immer Waffen verkauft. Jedoch habe ich den Eindruck, diese " billig einkaufen, teuer verkaufen"-Menschen werden immer mehr. Keine Ahnung ob das aus Profitgier oder wirtschaftlicher Not passiert.
Sie verhindern einerseits, dass man ein Schnäppchen macht und andererseits verkaufen sie dann fast immer um zumindest den doppelten Preis. Blöd nur dann für den Käufer, der gerade diesen Ersatzteil braucht, oder genau das Sammlerstück unbedingt haben will.
Bei den Ersatzteilen oder beim Zubehör ist es mMn. besonders arg. Da kauft jemand z. B. einen Laderahmen um 80 Cent, der nächste Käufer zahlt dann schon mindestens einen Euro für den Laderahmen und das setzt sich fort bis der Laderahmen plötzlich vier Euro pro Stück kostet. Weil jeder was verdienen will.
Ich war selbst schon mit privaten Verkäufern konfrontiert, die z. B. in Deutschland Waffen in einer zweistelligen Stückzahl einkauften und trotz der Importkosten und einem kräftigen Gewinn noch immer relativ günstig bei uns verkaufen konnten. Einer verwahrte die Waffen sogar in Verkaufsvitrinen(!). Und 20 bis 30, oder noch mehr Waffenverkäufe pro Jahr sind bei diesem "privaten Verkäufern" angeblich keine Seltenheit. Da werden dann oft Kinder und Ehefrauen auch gleich mit einer WBK augestattet um auch die dortigen Plätze zu belegen und auch von dort aus verkaufen zu können.
Mir persönlich wäre das zu blöd, weil so viel kann da ja gar nicht hängen bleiben. Außerdem liegt mir das nicht und die Zeit dafür hätte ich auch nicht. Ich habe in meinem ganzen Leben erst drei Waffen, eine Pistole und zwei Langwaffen, verkauft. Einmal zum Einkaufspreis und zweimal mit deutlichem Verlust. Mir fehlt also wie man sieht das Verkaufstalent.
Ihr nennt mich Menschenfeind, weil ich Gesellschaft meide, Ihr irret euch, ich liebe sie.
Doch um die Menschen nicht zu hassen, muss ich den Umgang unterlassen.
(Caspar David Friedrich 1774-1840)