Messerverbot & Waffenverbotszone /Änderung WaffG 2024

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Tobi
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Re: Messerverbot & Waffenverbotszone /Änderung WaffG 2024

Beitrag von Tobi »

Kemira hat geschrieben: 3. Oktober 2024, 09:05
gipflzipfla hat geschrieben: 3. Oktober 2024, 08:32 Ich hoffe, alle hier Versammelten haben am Zahltag auch abgestraft... :whistle:

(und ich bin wirklich gespannt, ob es am Ende etwas bewirkt!)
Weil's grad die Runde macht: stell Dir vor, Du bist auf ner Meisterschaft, hast die meisten Ringe von allen und freust Dich auf die Goldene.
Da beschließen die Ränge 2 bis 4, ihre Ringe zusammenzuzählen und erklären, dass sie gewonnen haben. Und die Jury stimmt dem zu.
Kommt Dir bekannt vor...? :-)
Das ist leider absoluter Schwachsinn, den du hier zitierst. Der Vergleich hat mit dem demokratischen System rein gar nichts zu tun, hier gibt es kein "The winner takes it all", solange dieser nicht über 50% hat, ich bin mir sicher, du weißt das. Es geht einizg und alleine darum, über 50% zu kommen und wenn niemand mit Kickl kann oder will ist das ihr gutes Recht, solange sie anderweitig auf ebenjene 50% kommen. Dass den Blauen dadurch nur noch mehr Wähler zulaufen, speziell wenn die anderen Parteien die Themen, wegen denen die Leute anscheinend Blau wählen, weiterhin nicht aufgreifen, ist dann wiederum deren Problem nach Zusammenbruch einer schwindligen österreichischen Ampel oder spätestens bei den nächsten Wahlen. Also hört auf, diesen idiotischen und sachlich falschen Vergleich ständig zu teilen!
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cas81
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Re: Messerverbot & Waffenverbotszone /Änderung WaffG 2024

Beitrag von cas81 »

Der Vergleich hinkt, immerhin geht es um die Mehrheit der Abstimmenden, deren Wille in seiner Gesamtheit eher der Mehrheit entspräche, sofern die Verlierer ein weitestgehend einheitliches Programm hätten. Selbst dann fragwürdig, aber die Frage stellt sich mangels echter Einheit gar nicht, denn diese "über 50%" sind nur fingiert. Rot und Grün sind mit Schwarz unvereinbar, wogegen Schwarz und Blau inhaltlich in vielen Bereichen auf Kuschelkurs sind. Ziemlich klar, was da herauskommen muss, wenn man das Argument "absolute Mehrheit" weiterspinnt, denn den verhältnismäßigen Mehrheitswillen sollte man bei einer Verhältniswahl nicht ignorieren;

Die Wahl soll sich ja auch auswirken, darum schreiten die Leute zur Wahl. Die Umsetzung dieser - btw extrem großzügigen - Wahlversprechen erfordert eine gewisse Stabilität zwischen Regierung und Parlament, die wiederum durch etwa gleiche Verhältnisse geschaffen wird, da ansonsten ein Misstrauensantrag den nächsten jagt, oder/und die Politik sich selbst patt setzt. Leidtragender wäre das Bundesvolk. Durch Neuwahlen könnte man aus diesem Käfig ausbrechen, was jedoch nur Sinn macht, wenn man ein anderes Ergebnis erwartet.

Sollte die Mauer der Verlierer also wirklich boykottieren, schadet dies dem Land und den Menschen darin. Womöglich sogar in verheerendem Ausmaß. Das sollte eigentlich kein Kindergarten sein, wo der Eine den Anderen nicht mag und deshalb nicht an der Gruppenarbeit teilnehmen will. Im Ergebnis hat Kemira recht, auch wenn der Weg dahin etwas taumelnd war.

Wer schreibt dem Kickl, er möge bitte folgenden Passus des 36 b SPG um den fett markierten Teil ergänzen?
Das Verbot gilt nicht für Menschen, die Waffen in Ausübung ihres Berufes oder auf Grund einer waffenrechtlichen Bewilligung an diesen Orten mit sich führen oder rechtmäßig transportieren.
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Re: Messerverbot & Waffenverbotszone /Änderung WaffG 2024

Beitrag von RcL »

Aufpassen, damit dürftest dann evtl. nur Kat B, aber ned C und kein Taschenmesser transportieren wenn mans schwindlig interpretieren will :lol:
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cas81
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Re: Messerverbot & Waffenverbotszone /Änderung WaffG 2024

Beitrag von cas81 »

Dann spann halt noch ein "Waffen" hinter das letzte Oder.

Taschenmesser sind keine Waffen, sie fallen unter die anderen Gegenstände, für diese ist der Transport von Anfang an geregelt... wie schon mehrfach durchgekaut. Wenn sogar die Gegner des drohenden Verbots derartigen Messern Waffeneigenschaft unterstellen, dann ists kein Wunder, dass sich Hinz und Kunz erst recht damit einwickeln lassen.
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Re: Messerverbot & Waffenverbotszone /Änderung WaffG 2024

Beitrag von gipflzipfla »

Kemira hat geschrieben: 3. Oktober 2024, 09:05 ...
Kommt Dir bekannt vor...? :-)
Ja, sicher.... weils die Demokratiekultur, das Gesetz, so zulässt.

Stell Dir etwas anderes vor:

Herbert steht da und ruft in die Runde: Wer will mit mir kopulieren?
Alle wenden sich ab... bzw. haben es schon vor der Fragestellung kategorisch ausgeschlossen. Weils den Herbert ja kennen, Den Herbert, den mag halt keiner so wirklich.... :whistle:

Nun, zwingen kann manNiemanden dazu. Jetzt steht er da, der Herbert, und wird nicht weiter wissen.

Aber ich will hier nicht zu tief ins Politische eindringen :popcorn:
Zuletzt geändert von gipflzipfla am 4. Oktober 2024, 19:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Messerverbot & Waffenverbotszone /Änderung WaffG 2024

Beitrag von gipflzipfla »

cas81 hat geschrieben: 3. Oktober 2024, 09:59 ......
Sollte die Mauer der Verlierer also wirklich boykottieren......
Die Mannschaft vom Karl würde ja gern mit (nicht gegen) der Mannschaft vom Herbert kicken... Allerdings nicht, wenn der Herbert den Mannschaftskapitän macht.

Eine ganz besondere Art von Bundesliga :whistle:

(Weil selbst wenn Herbert nach aussen nicht den Mannschaftskapitän spielen kann, wird er die Mannschaftstaktik bestimmen!)

Ich bin schon auf den Ankick gespannt :sarkasmus:
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Re: Messerverbot & Waffenverbotszone /Änderung WaffG 2024

Beitrag von jirgel »

Tja wenn vor der Wahl die nächste Regierung schon steht und alle bis auf denn Sieger Bescheid wissen...

Aber egal das Schwarz Grüne Budgetloch sollen sie selber aus Löffeln hab damit kein Problem Rot Schwarz Pink hält vielleicht 2 Jahre .

Genug der Politik ums Messer geht in Deutschland schaut es düsterer aus für Freunde von Schneidwaren.
Die Nancy drückt das Ungesetzt mit aller Kraft durch die Ampel also mich würde es nicht wundern wenn Wagenknecht Cdu und Afd die stimmstärksten werden.

Also beim nächsten D besuch denn Schweizer Zuhause lassen.
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Re: Messerverbot & Waffenverbotszone /Änderung WaffG 2024

Beitrag von RcL »

Die Waffenverbotszone in Favoriten wurde wieder verlängert ( :o ), der Text ist immer noch der gleiche.

Finds eigentlich arg, dass ich bis heute nichts zu dem Thema im Bezug auf Sportschützen im Netz finden kann. Kein Experte, kein Fachmann, kein Jurist oder sonstwer, der das Thema mal öffentlich durchkaut.
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Re: Messerverbot & Waffenverbotszone /Änderung WaffG 2024

Beitrag von ICEMAN »

Eine google Suche brachte dieses pdf hervor (eine Auflistung der Sportvereine und deren Mitglieder in Ö, Stand 2020): https://www.sportaustria.at/fileadmin/I ... ik2021.pdf
Wenn diese Daten stimmen gibt es zwar 691 Schießsportvereine aber nur 24 123 Mitglieder. Das sind bei rund 7 Millionen Erwachsenen nicht viele - dementsprechend gering ist das Interesse irgendwelcher Anwälte oder Experten den Text anzufechten um den Transport in und durch WaffVZonen zu ermöglichen.
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cas81
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Re: Messerverbot & Waffenverbotszone /Änderung WaffG 2024

Beitrag von cas81 »

Ich habe ein Rechtsgutachten dazu erstellt und über einen Kollegen einem blauen NR-Abgeordneten und Juristen zukommen lassen. Er erkennt das Problem nun auch und wird das Thema behandeln, zumindest hat er mir das so ausrichten lassen. Ob und wie sich diesbezüglich wirklich etwas tun wird, ist eine andere Geschichte. Die haben bekanntlich tausend andere Prioritäten. Die Mittel des einfachen Bürgers sind damit ausgeschöpft, außer, es findet sich doch noch ein unmittelbar Betroffener, der es mittels Individualantrag über den VfGH spielt. Abwarten und das Beste hoffen, aber nichts erwarten.
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