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Steyr AUG 7,62x39

Verfasst: 5. März 2025, 13:58
von cas81

Re: Steyr AUG 7,62x39

Verfasst: 5. März 2025, 14:56
von Bamburi
Bei der aktuellen Welt- & Europapolitischen Lage vielleicht gar keine Schlechte Idee auf 7,62x39 zu setzen.
Vielleicht ändert sich hier schlagartig die Verfügbarkeit von .223 .308 zu Gunsten der 7,62x39. :?
:sarkasmus:

Re: Steyr AUG 7,62x39

Verfasst: 5. März 2025, 21:21
von Tobi
Ich bin gespannt, was sich damit für Streukreise schießen lassen im Vergleich zur .223. Liegts an der Patrone oder an der AK, dass man mit der Kombination nichts trifft?

Re: Steyr AUG 7,62x39

Verfasst: 5. März 2025, 23:57
von GGRShM
Tobi hat geschrieben: 5. März 2025, 21:21 ... Liegts an der Patrone oder an der AK, dass man mit der Kombination nichts trifft?
Den Schützen hast vergessen. Der ist im Normalfall das größere Problem. ;)

Die Mischung macht's. Weder Munition, noch AK sind für Präzisionswunder gebaut. Aber zum Steyr-Preis darf man sich ruhig etwas mehr erwarten. Das AUG sollte zumindest an die Vz. 58 rankommen.

Re: Steyr AUG 7,62x39

Verfasst: 6. März 2025, 00:05
von Tobi
Was haben die Vz.58 so für Streukreise? Das AUG schießt für eine 223er relativ konstant, egal mit welcher Munition, um die 5 cm. Von der 7,62er würde ich mir nicht mehr als das doppelte erwarten, aber alle Treffer innerhalb des Kreises, nicht wie beim typischen AK Operator nur die inneren 5 von 20 Schuss gewertet. :D

Letztens war eine Zastava mit 4x Optik am Stand, die schoss mit und ohne Optik die selben 20 cm. Kein merklicher Unterschied. Meine Arsenal und die meisten SDMs ebenfalls.

Re: Steyr AUG 7,62x39

Verfasst: 6. März 2025, 02:40
von GGRShM
Auf 100m liegt die CSA Vz. 58 laut diversen Tests im Schnitt ebenfalls bei um die 5cm (1,5 - 2,5 MOA). Selbst eine mittelmäßige AK sollte sich (enstprechende Fertigkeiten des Schützen und brauchbare Munition vorausgesetzt) um die 10cm bewegen.
20cm mit Zastava und Arsenal sind machbar, aber dann stimmt was nicht. Das wären 8 MOA gegenüber den üblichen 3 - 6. Bei SDM lass' ich's mir eher einreden.

Fuck, wenn ich das so les' wird's für mich auch endlich mal Zeit für einen ernsthaften Test und nicht immer nur zur Gaudi. Will das mal selbst auf die Distanz geschossen und mit eigenen Augen gesehen haben.

Re: Steyr AUG 7,62x39

Verfasst: 6. März 2025, 06:33
von gunlove
Tobi hat geschrieben: 5. März 2025, 21:21 .... Liegts an der Patrone oder an der AK, dass man mit der Kombination nichts trifft?
Ich würde behaupten an der Patrone. Gibt es doch Repetiergewehre namhafter Hersteller (z. B. CZ, Howa, Ruger, ...) in dem Kaliber, deren Streukreise nicht unbedingt berauschend sind, um es vorsichtig auszudrücken, während ein baugleiches Modell mit einem anderen Kaliber deutlich engere Streukreise schafft.

Re: Steyr AUG 7,62x39

Verfasst: 6. März 2025, 07:28
von Tobi
GGRShM hat geschrieben: 6. März 2025, 02:40 Fuck, wenn ich das so les' wird's für mich auch endlich mal Zeit für einen ernsthaften Test und nicht immer nur zur Gaudi. Will das mal selbst auf die Distanz geschossen und mit eigenen Augen gesehen haben.
Bitte mach es, es wird ernüchternd sein. Bei mir dauerte es ein Jahr, bis ich mal dazu kam, Streukreise sind im entsprechenden Thread abgebildet. Ich dachte erst, es liegt an Kimme und Korn, aber selbst bei der Zastava mit Optik kaum besser.

Bild

Re: Steyr AUG 7,62x39

Verfasst: 6. März 2025, 08:20
von cas81
Es liegt an Munition, AK und Schützen. Schwere und daher langsamere Kaliber sind immer herausfordernder für den Schützen, auch wenn er es nicht wahrhaben will und nicht übt, sondern nur zur Gaudi schießt, weil eh wurscht, weil der Unsinn mit "nix trifft" hausiert. Die 20cm sind das Resultat davon. Mit Vergrößerung kommt ggf die Montage dazu und außerdem - wie in meinem Fall - ein Glas, das nicht viel kann, weil eh wurscht, weil der Unsinn mit "nix trifft" hausiert. Zumindest damals beim Kauf.

Ich habe auch schon ein paar AK gesehen und geschossen und keine einzige war bei 20cm. Zumindest nicht bei mir, weil ich eben nicht nur zur Gaudi damit geschossen habe und das Gewehr nicht einfach vorne auflege und bei jedem Schuss wild springen lasse. Ich bekomme ca 12-14cm, bzw die Hälfte auf 50m, mit Fabriksmunition, inkl Ausreißer, mit einem Glas, wo die Vergrößerung offenbar auch für die Parallaxe gilt, mit einer suboptimalen Brille und Astigmatismus (nein, der spielt nicht nur beim Reddot eine Rolle), ich zähle stets 100% und habe kein besonderes Talent. Ein anderer Schütze mit derselben Waffe, dessen AR15 mit wiedergeladener Munition Sub-MOA schaffen muss, streut wie von dir beschrieben. Ein erfahrener älterer Schütze ebenfalls, der sonst mit Repetierern Löcher erneut locht. Beides bessere Schützen als ich, aber ohne Freischwinger und schneller Munition wird es halt schwieriger. Der Matt hier hats auch geschrieben, der war auch AK's gewohnt und hat damit geübt, der schaffte in etwa das, was ich schaffe. Seine SDM war sogar besser als meine WBP, um einen halben cm auf 50m, weil er den ALG-Trigger drin hatte. Da sind wir jetzt beim vierten Grund.

Bedeutet also, ein AK und alles in dem Kaliber wird nie ein Präzisionswunder werden, der Schütze spielt aber auch eine Rolle. Es gibt aber eine Heilung von der Trifft-Nix-Krankheit: Üben und endlich weg von dem Gedanken, dass jedes Gewehr gleich geschossen werden muss und wenns etwas besser wird, dann Mannscheiben statt Ringscheiben. Und dann kurz in sich kehren und überlegen, was so ein Treffer bewirken würde. Danach ist man clean. Zumindest eine Zeit lang

Es gibt hier u. a. den Wiederladethread zu dem Kaliber, den kennst du auch. Da konntest du sehen, was Kemira damit schafft. Mit seiner - ich glaube eh - SDM. Exemplarisch zum Thema Munition. PS: Eine AK in 5,45x39 schießt etwa auf die Hälfte zusammen. Auch hier die Kombination aus schneller, weniger Rumms, weniger Gewackel insgesamt und Projektil.

Umgemünzt auf das AUG: Das wird die Ringejäger immer noch die Nase rümpfen lassen. Die Patrioten werden von völlig ausreichender Präzision sprechen. Die AK-Guys ebenfalls, werden aber trotzdem etwas neidisch rüber schielen. Und Realisten kaufen sowas nicht, weil 7.62x39 mit proprietären Mags ist doof.

Edit: Zu deinem Bild mit der Scheibe. Wie groß ist das Schwarze denn iV zum Korn? Ist das noch ein Lolly, oder schon ein i-Punkt? Solange man das Schwarze auf 100m mit offener Visierung überhaupt trifft, ist das schon mal ganz gut. Die beiden sehr knappen Ausreißer können alles gewesen sein. Am Wahrscheinlichsten ist die o. g. Vierer-Kombi.

Re: Steyr AUG 7,62x39

Verfasst: 6. März 2025, 12:15
von yoda
Genau so ist es, langsame schwere Geschosse benötigen einen guten Schützen. Bei Kaliber 12 mit langsamen Slugs wird es richtig brutal, da hat man auf 20m ein fettes Loch, oder man bleibt gerade noch auf einem A4 Blatt drauf, je nach Auflage, Schütze, Optik usw.