Hausbau mit 35?

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DocRuger
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Re: Hausbau mit 35?

Beitrag von DocRuger »

Lindenwirt hat geschrieben: 23. Juni 2021, 14:25
Solche Fälle wird es mit Sicherheit geben. Interessant wäre zu wissen wie viele insgesamt am Limit kalkuliert haben.
Wenn ich mich hier so umhöre und auch meinen Bekannten und Kollegenkreis betrachte, und auch meine eigene Situation, kenne ich hauptsächlich nämlich die anderen Fälle.

Es kommt meiner Meinung nach immer auf die konkrete Situation an. Und ich wiederhole mich, ja es wird solche knappen Geschichten geben, da reicht ein Jobverlust oder stark sinkende Immopreise für eine Katastrophe, aber ich denke diese Fälle sind stark in der Unterzahl.
Ich weiss nicht aber ich denke das es in euren "Kreisen" als Besserverdiener (nicht falsch verstehen) etwas anders aussieht.

Nichts ist so leicht wie Schulden machen und in der heutigen Konsumgesellschaft wollen doch viele mithalten die es sich ehrlich gesagt,eigentlich von Beginn an nicht leisten konnten.

In meinem Betrieb zb verdienen wir wirklich viel Geld vergleichsweise zu anderen Arbeitern. Was man jedoch nicht vergessen darf ist das Zulagen einen nicht unerheblichen Anteil des Gehalts ausmachen der eventuell bei "untauglichkeit" von heute auf morgen weg sind aber die Rate wurde damit kalkuliert.

Den Traum vom Eigenheim haben viele aber 20-30Jahre zurück zahlen, ist eine lange Zeit in der viel passieren kann.
Meiner Meinung nach stellen sich das viele einfach zu leicht vor.
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Lindenwirt
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Re: Hausbau mit 35?

Beitrag von Lindenwirt »

Kommt wahrscheinlich auch viel auf die Bank an. Ich hatte damals schon den Eindruck dass die Haushaltsrechnung und Gehaltsnachweise sehr streng gehandhabt wurden.
Aber klar wirds die unterschiedlichsten Finanzierungen quer über das ganze Spektrum geben, von gerade noch bewilligt über vollständig abbezahlt. Ich will keinesfalls behaupten dass es bei allen locker flockig funktioniert. Wir hatten ja auch viel Glück dabei, so habe ich mein Leben lang nie Miete bezahlt sondern gleich zu Beginn in eine ETW investiert und diese über die Jahre abbezahlt. Am Land ist das leistbar. Das war aber ungeplant und reiner Zufall weil es sich halt so ergeben hat. Das war natürlich dann ein gutes Startkapital. Hätte ich mein Leben lang Miete gezahlt, keine Ahnung ob es dann jemals ein eigenes Haus geworden wäre, eher nicht wahrscheinlich.
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Tobi
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Re: Hausbau mit 35?

Beitrag von Tobi »

Wie viel Zinsen hast du im Jahr gezahlt für die Wohnung? Ohne Eigenkapital können diese (damals) schnell mal die Miete übersteigen, wenn man alle Nebenkosten dazurechnet. Sprich ich zahle überspitzt gesagt 1200€ rate, davon 500€ Zinsen, während ich um 700€ warm mieten könnte. Heutzutage bei den niedrigen Zinsen und hohen Mieten dürfte das aber anders aussehen.
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Re: Hausbau mit 35?

Beitrag von DocRuger »

Da geb ich dir natürlich vollkommen recht Lindenwirt.

Wo ich das Problem sehe ist eher bei der eigenen Ehrlichkeit betreffend der Haushaltsrechnung wo sich viele alles schön reden und dann relativ schnell die Ernüchterung einsetzt, wenn sich der Urlaub auf einmal nimmer ausgeht.
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Re: Hausbau mit 35?

Beitrag von DocRuger »

Tobi1987 hat geschrieben: 23. Juni 2021, 17:53 Wie viel Zinsen hast du im Jahr gezahlt für die Wohnung? Ohne Eigenkapital können diese (damals) schnell mal die Miete übersteigen, wenn man alle Nebenkosten dazurechnet. Sprich ich zahle überspitzt gesagt 1200€ rate, davon 500€ Zinsen, während ich um 700€ warm mieten könnte. Heutzutage bei den niedrigen Zinsen und hohen Mieten dürfte das aber anders aussehen.
Den Zinsen würde ich früher nicht so viel Bedeutung beimessen da der Kaufpreis vor 20-30 Jahren einfach weit niedriger war.

Ein Haus das 1994 "nur" 4,8 Millionen Schilling gekostet hat wurde letztes Jahr um knapp 1,5 Millionen € verkauft bei uns in der Siedlung.

Bei den Wohnungen sind die Differenzen teilweise noch deutlich schlimmer.

Ein Freund hat eine Eigentumswohnung geerbt die Seinerzeit 100.000 Schilling gekostet hat und heute knapp 80.000 € (Stand 2011) wert ist.

Die Schillingbeträge für so eine Wohnung von einst waren halt damals auch für einen kleinen Hackler finanzierbar.

Im Ares seinen Lieblingsviertel zahlst heute wennst pech hast knapp 30.000€ Genossenschaftsanteil.
Um das Geld hatte man mal Gund mit Rohbau stehen. :wtf:
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Re: Hausbau mit 35?

Beitrag von Lindenwirt »

@Tobi:
Zuletzt 3%, vorher wars mehr, war auch phasenweise bei den gedeckelten 6% da es ein Bausparkredit war. Stimmt aber schon, Rückzahlung passierte damals in erster Linie über Sonderzahlungen. Zinsanteil war schon wesentlich mehr als jetzt. Irgendwie gings damals dann zuletzt aber doch schnell mit der Tilgung.
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Re: Hausbau mit 35?

Beitrag von Bravo »

Tobi1987 hat geschrieben: 23. Juni 2021, 17:53 Wie viel Zinsen hast du im Jahr gezahlt für die Wohnung? Ohne Eigenkapital können diese (damals) schnell mal die Miete übersteigen, wenn man alle Nebenkosten dazurechnet. Sprich ich zahle überspitzt gesagt 1200€ rate, davon 500€ Zinsen, während ich um 700€ warm mieten könnte. Heutzutage bei den niedrigen Zinsen und hohen Mieten dürfte das aber anders aussehen.
bei der Preisentwicklung der letzten Jahre kann der Kauf selbst bei höherer monatlicher Belastung in Summe vorteilhaft gewesen sein. Würde ich sogar davon ausgehen.

Ps: vor paar Jahren war die deutliche Mehrheit der Immokäufe ohne Kredit, wird sich nicht viel geändert haben.
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Re: Hausbau mit 35?

Beitrag von Tobi »

Das stimmt natürlich. Alleine die Preissteigerung macht damalige höhere Zinsen wieder wett.
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Re: Hausbau mit 35?

Beitrag von Ares »

DocRuger hat geschrieben: 23. Juni 2021, 15:40
Ares hat geschrieben: 23. Juni 2021, 10:59
Sie wissen es oft nicht besser.

Das ist wirklich ein Topviertel und die Stadt Wien ist bestrebt auch die angrenzende Fußgängerzone aufzupeppen...
Warum fragst nicht den Albrecht oder zumindest in der Van der Nüll Disco?
Du hast offenbar mit diesen Leuten gesprochen? Erzähle du was sie zu sagen haben. Ich unterhalte mich wenn, dann mit den Anrainern und nicht mit Nachtschattengewächsen. Ich würde die Gegend bei allem was mir etwas bedeutet nicht für gut beheißen, wenn es nicht so wäre.
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Re: Hausbau mit 35?

Beitrag von Ares »

DocRuger hat geschrieben: 23. Juni 2021, 18:16
Tobi1987 hat geschrieben: 23. Juni 2021, 17:53 Wie viel Zinsen hast du im Jahr gezahlt für die Wohnung? Ohne Eigenkapital können diese (damals) schnell mal die Miete übersteigen, wenn man alle Nebenkosten dazurechnet. Sprich ich zahle überspitzt gesagt 1200€ rate, davon 500€ Zinsen, während ich um 700€ warm mieten könnte. Heutzutage bei den niedrigen Zinsen und hohen Mieten dürfte das aber anders aussehen.
Den Zinsen würde ich früher nicht so viel Bedeutung beimessen da der Kaufpreis vor 20-30 Jahren einfach weit niedriger war.

Ein Haus das 1994 "nur" 4,8 Millionen Schilling gekostet hat wurde letztes Jahr um knapp 1,5 Millionen € verkauft bei uns in der Siedlung.

Bei den Wohnungen sind die Differenzen teilweise noch deutlich schlimmer.

Ein Freund hat eine Eigentumswohnung geerbt die Seinerzeit 100.000 Schilling gekostet hat und heute knapp 80.000 € (Stand 2011) wert ist.

Die Schillingbeträge für so eine Wohnung von einst waren halt damals auch für einen kleinen Hackler finanzierbar.

Im Ares seinen Lieblingsviertel zahlst heute wennst pech hast knapp 30.000€ Genossenschaftsanteil.
Um das Geld hatte man mal Gund mit Rohbau stehen. :wtf:
Ja das war vielleicht einmal, wenn du irgendwo Leute aus einer Notsituation heraus übern Tisch ziehen hast können. Das war aber sicher nicht der Regelfall! Kann mich noch erinnern als den Peter Rapp seine Wohnung glaub es waren ca. 50m² irgenwo im 5ten(?) versteigert wurden. Selbst zu der Zeit lag der Schätzwert weit über den von dir kolportierten ATS 100.000,-- für eine anderndhalb Zimmerwohnung.
Anderes Beispiel:
Die Mama einer Ex von mir hat 1991 für den Genossenschaftsanteil ihrer Wohnung (knapp an die 80m²), in Flughafennähe, ATS 250.000,-- anteilig mit Weitergabe Recht bezahlt.
Von Pech kann hier nicht gesprochen werden. Was es wiegt das hat es. Einfache Rechnung. :chears:
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