Servus,
ich verwende das SST in der 308 und in der 6,5CM
308: zuerst 150gn Superformance Fabriksmunition, da war das ähnlich wie von dir beschrieben Ich hatte zudem bei gefühlt jedem 3. bis 5. Stück auch bei guten Kammer Treffern Splitter durchs Zwerchfell und Pansen angeritzt. Wenn ich hinter dem Blatt blieb, fehlte oft die Augenblickswirkung, wobei starke Stücker eher im Feuer lagen als leichte.
Habe mir dann eine Laborierung mit dem 180gn SST gebaut, komme da auf gemessene 770m/s mit 50cm Lauf. E100 noch 3000 J und E300 2280J.
Hier habe ich a Beschussamt - Messung: Gasdruck 4100bar (hoch aber noch ok), und 800m/s aus 60cm Lauf.
Finde das eigentlich a saugte Universal-Laborierung, nicht zu rasant auf Reh und ausreichend Reserven auf Sau und Hirsch, auch auf weitere Distanz.
Da ich letztes Jahr auf a Sake S20 in 6,5CM umgestiegen bin, konnte ich mit dem 180gn Geschoss in der 308 noch nicht viel Erfahrung sammeln, erst 3 Rehe, aber die hatten besser Ausgesehen als mit der 150gn SST. Zwei Stück Bum um, ein Stück 20m Totflucht. 1x Hart auf Blatt, 2x knapp dahinter.
Jetzt zur 6,5CM:
Auch hier habe ich wieder mit dem SST gearbeitet da ich grundsätzlich ja zufrieden bin. Zuerst mal die 129gn Fabriksmunition aus der Sakko S20 mit 50cm Lauf (835m/s gemessen). Wirkung ähnlich wie die 308 mit 150gn, nur etwas mehr Hämatome, besonders wenn es hart anging.
Seit Ende Mai führe ich meine Blaser R8 mit 60cm Lauf. Hier habe ich selber wieder eine Ladung gebastelt und bin mit dem Geschossgewicht wieder etwas höher gegangen um mit V0 etwas runter zu kommen. Mit moderater Ladung bin ich da auf 785m/s, mit der stärkeren Ladung der Ladeleiter wären sogar 825m/s drin, doch die Präzision mit 785m/s Ladung war am besten, 4 Schuss ein Loch, und ich wollte bewusst unter 800m/s bleiben wegen der Wildbret-Schonung. Erfahrung auf Wild gibt es da leider noch keine, der Bock hunzt mich seit 01.06. - meine Blaser ist noch Jungfrau...
Also mein Ansatz beim SST ist durchaus mehr Masse, besser BC weniger V0 dafür weniger Energieverlust auf weite Distanz. => universellerer Einsatzbereich, hohe Ausschusswahrscheinlichkeit bei starkem Wild und weniger Wind- und Hindernisanfällig.
Mal schauen ob sich das bestätigt, ich werde meine Erfahrungen hier Teilen sobald die ersten Stücke erlegt wurden.
Nur zur Info die 129gn SST Fabrikmunition hatte aus der S20 mit 50cm Lauf gemessene 835m/s, aus der Blaser mit 60cm Lauf 890m/s, jeweils mit Hausken 184 Xtreme.
Gruß und WmH
Geschossauswahl, Beratungss bzw. Denkhilfe
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Re: Geschossauswahl, Beratungss bzw. Denkhilfe
Danke und Waidmannsheil!
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Re: Geschossauswahl, Beratungss bzw. Denkhilfe
@Sauersigi: wenn ich mir die Fotos anschaue, eigentlich alles in Ordnung.
Rücken sieht ganz aus, Schultern auch, Keulen sowieso, das Hämatom auf der Ausschussseite ist nur an eher unwichtigen Teilen sichtbar.
Meine Meinung: alles richtig gemacht.
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Re: Geschossauswahl, Beratungss bzw. Denkhilfe
Grad mal nix, wovor man Angst haben müsste
Da sah meine letzte Geiß um ein mehrfaches schlimmer aus. Geschossen mit 52gr LOS HT, .223
Leider keine Fotos davon (besser so, ich würde darüber wieder nur abkotzen müssen!)
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Waidmonns Gruaß, vom gipfl
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Re: Geschossauswahl, Beratungss bzw. Denkhilfe
Ich als nNcht Jäger stell mir die oft die Frage "warum verwendet man keine Sportgeschosse wie zB. ELD-M oder A-Tip für die Jagd?" geht das oder eher kontraproduktiv was Hämatome etc. betrifft?
9x19 | 357 Mag. | 44 Mag. | 223 Rem. | 308 Win. | 7,62x54R | 8x57JS | 338 Lapua Magnum | 45-70 Govt. | Kal. 12
*** Suche schönes Bajonett für Perser Mauser inkl. Scheide ***
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Re: Geschossauswahl, Beratungss bzw. Denkhilfe
Vollmantel macht nicht auf, Match HPBTs machen oft sehr schnell auf und treffen die inneren Organe, bei größerem Wild - ergo das meiste, das wir essen, nicht mehr ausreichend. Beides ist alles andere als gut...
Match HPBT sind für Koyoten in den USA z.b. sehr beliebt.
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Re: Geschossauswahl, Beratungss bzw. Denkhilfe
@maggus: Sierra und Berger raten - zu Recht - von der Verwendung von Matchgeschossen bei der Jagd ab.
Matchgeschosse sind meist simple Teilmantelgeschosse mit offener Hohlspitze, die ziemlich schnell aufmachen und danach fliegen die Geschossfragmente im Wildkörper herum, erreichen wichtige Organe aber trotzdem nicht.
Das, was die Kollegen in den US auf Varmints wie Rabbits, Präriehunde oder Coyoten abfeuern, das sind explosive Totalzerleger.
Kann ich hierzulande zwar auf Fuchs oder Krähen verwenden, aber besser NICHT auf Reh oder Rotwild.
Matchgeschosse sind meist simple Teilmantelgeschosse mit offener Hohlspitze, die ziemlich schnell aufmachen und danach fliegen die Geschossfragmente im Wildkörper herum, erreichen wichtige Organe aber trotzdem nicht.
Das, was die Kollegen in den US auf Varmints wie Rabbits, Präriehunde oder Coyoten abfeuern, das sind explosive Totalzerleger.
Kann ich hierzulande zwar auf Fuchs oder Krähen verwenden, aber besser NICHT auf Reh oder Rotwild.