Messerverbot & Waffenverbotszone /Änderung WaffG 2024

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Salem
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Re: Was hat Herr Karner vor ?

Beitrag von Salem »

sparrow77 hat geschrieben: 17. März 2024, 13:04 Wir sind Gott sei Dank nicht in D.
Mhm. NOCH. Dank Leuten wie dem Karner und Dir sind wir das vermutlich bald...
Kleingedrucktes:
Dieses Posting kann extrem hohe Dosen an Ironie und Sarkasmus sowie Spuren von Nüssen enthalten.
Wer unfähig ist Ironie oder Sarkasmus wegen "fehlender" Smileys zu erkennen der darf das gerne seinem Friseur erzählen.
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v0s
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Re: Was hat Herr Karner vor ?

Beitrag von v0s »

Manche Multitools würden aber wahrscheinlich drunter fallen. Wenn die Messerklinge einhändig ausklappbar und arretiert werden kann, könnte es scho verboten werden wenn ich das richtig verstehe.
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cas81
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Re: Was hat Herr Karner vor ?

Beitrag von cas81 »

Genau. Das Ziel ist es, die deutsche oder eine vergleichbare Rechtslage in Österreich zu etablieren. Auch wenn der "gewöhnliche" Leatherman gemäß § 42 a Deutsches WaffG davon tatsächlich nicht erfasst sein sollte, da bloß beidhändig bedienbar. Ein Leatherman ist mir aber zu sperrig, zu schwer, zu umständlich und das Material löst auch keine Begeisterung in mir aus. Das werde ich doch wohl bitte selbst entscheiden dürfen. Zumindest noch.
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IT Guy
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Re: Was hat Herr Karner vor ?

Beitrag von IT Guy »

sparrow77 hat geschrieben: 17. März 2024, 11:56 Selbst auf die Gefahr hin, mich hier unbeliebt zu machen ...
Ja, hast geschafft. Zumindest bei mir.
Es kotzt mich an, dass Du und unsere regierenden einfach davon ausgehen, weil jemand ein Messer hat, will er es jemandem in den Bauch stechen. Man könnte auch das mitführen von Feuerzeugen verbieten, weil das brauchen nur Brandstifter.

Auch ich trage seit mehreren Jahrzehnten fast immer ein Messer im Hosensack und war noch nie in einer Messerstecherei und habe es auch nicht vor. Soll heißen, dafür hab ich das Messer nicht mit. Für mich ist es ein Werkzeug und ich habs eingesteckt um Zeit zu sparen. Zeit die ander brauchen, wenn sie Werkzeug zum öffnen von Kartons brauchen, wenn mal wo was in eine Ritze gefallen ist etc.
Hier mal ein Bild meiner Messer, die ich so durchwechsle - manche verwende ich öfter, ander sogut wie garnicht.
20240317_132021.jpg
Alle haben aber gemein: die sind fixierbar und mit einer Hand zu öffnen. Warum? Weil ich kein Messer mag, das einfach zuklappen kann und ich manchmal nur eine Hand frei oder verfügbar hab, wenn ich das Messer öffne.
Sollte diese Gesetzesänderung kommen, darf ich keines davon einstecken.
Hatte ich übrigens vor, eine Messerstecherei zu beginnen, wäre mir egal, dass ich das Messer nicht mithaben darf, weil Messerstecherei is ja auch verboten.
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cas81
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Re: Was hat Herr Karner vor ?

Beitrag von cas81 »

Btw, ist zwar schon ein paar Tage alt, aber die kann man auch beshitstormen:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS ... her-messer

Für die Klicktfaulen:
KFV hat geschrieben:Im Rahmen einer Standarderhebung, die die richtige Verwahrung von Waffen erheben sollte, konnten wir ein bedeutendes Dunkelfeld an Stichwaffenbesitzern identifizieren: Rund 9 Prozent der Befragten (n=1.620, Bevölkerung ab 16 Jahre) gaben in unserer Dunkelfeldstudie an, gefährliche Messer zu besitzen, die das Potenzial haben, Menschenleben zu gefährden. Dazu zählen Spring- und Fallmesser, Kampfmesser, Dolche, Faustmesser sowie Butterflymesser. Nachbarländer wie Deutschland haben hier bereits Verbote.
Und dort gibt's diesbezüglich welche Erfolge vorzuweisen?
Konkrete rechtliche Regelungen sind ein wirksames Mittel, um die Sicherheit im öffentlichen Raum für die Bevölkerung zu erhöhen. Ein Verbot für den öffentlichen Raum ist ein deutliches Signal für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger.
Weil sich die Täter daran halten? Oder weil von - Hausnummer - 50 willkürlich kontrollierten Spaziergängern, Öffifahrern, etc, zwei kleine Alltagswerkzeuge eingezogen wurden, während von den 5.000 Nicht-Kontrollierten fünf als potentielle Waffe zweckentfremdete Alltagswerkzeuge nicht eingezogen wurden?
Darüber hinaus erinnert das KFV daran, dass die Verfügbarkeit und der Besitz solcher Waffen nicht nur ein Risiko für die öffentliche Sicherheit darstellen, sondern auch potenziell gefährliche Situationen für Polizei und Sicherheitskräfte während Einsätzen schaffen. Die Einführung eines generellen Verbots würde die Arbeit unserer Sicherheitskräfte erheblich sicherer und effektiver machen. "Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zur Erhöhung der Sicherheit im öffentlichen wie auch privaten Raum sind besonders wichtig", so das KFV.
Ja, eh, theoretisch, wenn sich die Gangster daran halten würden. Siehe verhältnismäßige Risikominimierung, aber bitte unter Bedacht auf die Gefährlichkeit eines solchen Berufs per se.

Am Ende der Aussendung wieder die Adresse für Rückmeldungen.

Und bei der Studie wegen Verwahrung am besten auch gleich, inkl Fragen bezüglich konkreter Wohnsituation und allen anderen Umständen, wo sich der Revolver angeblich zum Kopfpolster kuschelt, usw usf. Und warum die überhaupt Wertungen abgeben, anstatt einfach nur sachlich zu berichten. Lauter so rhetorische Gemeinheiten halt, wos nicht aus können. Diese.......
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cas81
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Re: Was hat Herr Karner vor ?

Beitrag von cas81 »

IT Guy hat geschrieben: 17. März 2024, 14:45 Hatte ich übrigens vor, eine Messerstecherei zu beginnen, wäre mir egal, dass ich das Messer nicht mithaben darf, weil Messerstecherei is ja auch verboten.
This. Außerdem: Viele Einhandmesser sind für derartige Szenarien wohl ein Ticket zum assistierten Selbstmord. Selbst wenn die kurze Fummelei unter maximalem Stress zwischen ziehen und aufklappen gut geht und man einen halbwegs soliden Griff hat; Selbst wenn das Aufklappen auch wirklich vollständig erfolgt; Schwächere Locks brechen ein. Stärkere Locks bleiben zwar stabil, bei nicht optimalem und stärkstem Griff rutscht uU die Hand beim Knochentreffer nach vorne weg und zwar trotz Fingergroove. Oder die Klinge selbst rutscht ab und reißt gefühlt die eigenen Finger oder das Handgelenk ab. Dann gibt's beim Bösen Verletzungen in Fett und Muskel, während der Gute die Finger bis auf den Knochen aufgeschnitten oder gebrochen hat. Das Messer gehört in all den Fällen dem Anderen und der wird ziemlich schlechte Laune haben. Jeder, der solche Messe kennt und auch nur eine Sekunde über Klingengeometrie nachdenkt, erkennt, dass jedes größere, einfach zu führende Küchenmesser effektiver wäre... und ist, wie wir leider immer wieder erfahren. Diese Gewaltfantastereien, genau wie beim Thema Schusswaffe-Einbrecher-Fernseher, oder Waffenpass-Hilfssherriff, sind einfach nur Resultat indoktrinierter Verblödung und Wohlstandsverwahrlosung; Überhebliche Wadlbeißer, die alles nur verschlechtern. Und sowas regiert ein Land.
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Re: Was hat Herr Karner vor ?

Beitrag von Balder »

Nur, damit mal alle abgeholt werden: Wenn wir so ein Waffengesetz wie die Deutschen bekommen, dann sind die meisten Multitool verboten!
  • (1) Es ist verboten
    1. Anscheinswaffen,
    2. Hieb- und Stoßwaffen nach Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nr. 1.1 oder
    3. Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm
    zu führen.
Da spielt es auch keine Rolle, ob die Klinge überhaupt eine Spitze im klassischen Sinn hat, oder vielleicht so ausschaut: Bild

Und noch ein Wort (oder auch zwei, oder drei) an die Waidkameraden hier im Forum: Lasst euch nicht einlullen, wenn es heißt "Jäger sind nicht betroffen". Glaubt mir: Wir werden betroffen sein!
Ich erinnere mich zB. noch an einen Bericht (als damals der 42a gekommen ist), wo einem Jäger auf dem Sammelplatz (= Parkplatz im Revier) das Messer abgenommen wurde (mitsamt Langwaffe natürlich - weil Übertretung des Waffengesetzes), weil er das Messer dort schon geführt hat. Weil: Er braucht es dort ja noch nicht, sondern erst, wenn er am Stand ist. Auch so kann man seine Zuverlässigkeit (und die Jagdkarte mitsamt Waffen) verlieren.

Wie heißt es doch so schön: Man wird euch die Jagdwaffen schon nicht wegnehmen. Man wird sie zu Angriffswaffen für Terroristen erklären, und diese wird man euch wegnehmen!
Genau das ist derzeit mit Messern geplant.

Ich bin auch so jemand, der seit ca. 25 Jahren mit einem Einhandmesser (Böker Plus Trance) herumläuft (mit Sage und Schreibe 6,8 cm Klinge - ein wirklich übles Angriffswerkzeug). Und es fast täglich mal für irgend etwas braucht.
Blöderweise gibt es dafür auch keinen adäquaten Ersatz - ich suche seit Jahren eines, das ansatzweise so flach ist, und dabei trotzdem so gut zu nehmen ist, aber das ist eine andere Geschichte.

Worauf ich hinaus will: Glaubt der Politik nicht, dass es euch nicht betrifft. Es wird euch betreffen. Und vom Führverbot werden auch Messer betroffen sein, wo niemand im Entferntesten an eine Waffe denkt (Rettungsmesser zB.. Oder Teppichmesser. Multitools wie zB. mein Skeletool wurden ja schon genannt. Und das mit der Brauchtumspflege hat sich in Deutschland ja auch schnell erübrigt. Da kannst dann jedes Mal vor der Ausrückung eine Ausnahmegenehmigung beantragen...
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- ein phasenkoordiniertes Plasmagewehr mit 40er Reichweite
- eine Gusseisenpfanne
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Re: Was hat Herr Karner vor ?

Beitrag von Kemira »

IT Guy hat geschrieben: 17. März 2024, 14:45
sparrow77 hat geschrieben: 17. März 2024, 11:56 Selbst auf die Gefahr hin, mich hier unbeliebt zu machen - ABER, wozu sollte man so ein Messer für eine Messerstecherei mit sich führen, wenn man selber kein Messerstecher ist?
Ja, hast geschafft. Zumindest bei mir.
Bei mir auch.

Wenn der Herr Minister in seinem unermesslichen Ratschluss erklärt, sowas:

Bild

wäre ein Messer für Messerstecher, weil einhändig bedien- und fixierbar, und man wäre damit "bis an die Zähne bewaffnet", wirds wohl stimmen, gell Sparrow...?
Die Zähne möcht ich sehen...

Auch wenn mans nicht glauben mag, das Taschenmesser durchläuft, wie alles andere, eine technologische Entwicklung.
Die feststellbare Klinge war schon im 15. Jahrhundert bekannt, das ist keine Erfindung neuzeitlicher Messerstecher.
Die Leute waren schon damals clever und haben gewusst, dass eine spontan zuklappende Klinge aua machen kann. No na...

Die Einhand-Öffnung, sei es durch Federdruck oder manuell, ist wiederum nix weiter geschuldet als der erleichterten Bedienbarkeit mit kalten, klammen, nassen oder dreckigen Fingern und ist auch keine Erfindung messerstechender Jugendlicher aus den letzten Jahren, sondern wurde wegen seiner offensichtlichen Vorteile bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, z.B. als Solinger "Aufspringmesser" beworben, zu einer Zeit, als Perkussionsrevolver noch der heiße Scheiß waren.

Aber hey, hamma wieder was worauf ma unreflektiert hinbeißen können. Erwischt ja gottseidank eh jemand anders.
Oder halt auch nicht... so ein Leatherman Wave ist wirklich ein grausiges Messerstechermordwerkzeug, immer dran denken, liebe Multitool-Mitführer...

SG
Kemira
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Re: Was hat Herr Karner vor ?

Beitrag von cas81 »

Danke, dass ihr die Leathermans auf den Tisch bringt. Ich habe meinen Wave zwar schon sehr oft genutzt, dieses kleine Daumenloch jedoch hatte ich bisher nicht bewusst wahrgenommen. Heikel.
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Re: Was hat Herr Karner vor ?

Beitrag von Hane »

Das Zwutschkerl wäre dann auch verboten:
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