Ich versuche gleich mal an dieser Stelle einzuhaken, amS unter den genannten Voraussetzungen auch berechtigt: Wenn Träume wahr werden, dann ist das grundsätzlich toll. Manchmal aber auch ein Sargnagel. Kurzfassung:
Ein neu geschaffenes Eigenheim lohnt sich heutzutage ausschließlich in folgendem Fall: Dem Ableben der Eigentümer. Dann hat deine Tochter nämlich etwas davon. In einem Wort: Erbgang. Aber nur, wenn der Kredit schon getilgt und die Hypothek wieder gelöscht ist. Bis dahin ist das Eigentum nämlich eine gewaltige Belastung. Außerdem ist sie 7 Jahre alt, somit ist ein beachtlicher Teil ihrer Lebensqualität noch eine lange Zeit von euch und eurer finanziellen Situation abhängig. Mit einem Teil des Geldes könnte man ihr bis zu ihrer Selbsterhaltungsfähigkeit viel Gutes tun, das vielleicht mehr wert ist als ein altes Haus. Auch wenn du nicht nur ein Vater sondern auch noch ein Mensch mit eigenen Bedürfnissen bist, unter den genannten Voraussetzungen wird das sehr knifflig. Wenn bei deinem Eigenkapital noch irgendwelche Brösel dazukommen, zB Pfusch am Bau oder höhere Gewalt, dann bist du ruiniert.
Zur Vernunft: Schau dir die Tilgungssumme an. Dann deine Mietkosten. Vergiss nicht, dass du auch als Eigentümer laufende Kosten hast, die gar nicht mal so gering sind und ziehe das von der Miete ab. Und dann rechne durch, wie lange du dafür mieten kannst. Als Mieter hast du fast nur Vorteile, das Risiko liegt beim Vermieter und schlussendlich gibst du dein Geld sowieso jemand anderem; Vermieter oder Bauführer und Staat. Wenn du lieber an das Erbe deiner Tochter denkst, dann vergiss diesen Absatz.
Mit dem geringen Eigenkapital, ohne ein zweites wenigstens halbwegs gesichertes und ordentliche Einkommen, mit einem Schulkind im Schlepptau und das bei den heutigen Preisen, ist das mMn völliger Irrsinn. Ein fertiges, älteres aber nicht zu renovierungsbedürftiges, kleines Häuserl irgendwo zum angemessenen Preis ist etwas anderes. So ließe sich der Traum ggf ohne Kamikaze umsetzen.