CasualShooter hat geschrieben: ↑19. November 2020, 09:27
In anderen Ländern werden gewisse Situationen auch ganz anders trainiert. Da weiß der Polizist i.d.R. schon vorher: "wenn der Typ jetzt da hin greift, drück ich ab".
Ich bin dankbar für jeden Polizisten der sein Hirn einschaltet, und das ist in meinen Augen die überwiegende Mehrheit. Ich kann und mag mir solche Situationen gar nicht vorstellen in denen man sich beruflich in solche Lagen manövrieren muss.
Ich hab ein Einsatztraining in den USA beim LAPD mitgemacht. Es war damals ein virtuelles Active Shooter Szenario in einer Schule und ein Raubüberfall wo man zufällig im Geschäft ist mit seinem Kind, natürlich bewaffnet.
Das Ganze war zu zweit mit einem Freund und Kollegen vom LAPD, Diverse Waffen wie Glocks und 1911er mit externer Druckluftversorgung für den Rückstoß und Infrarotlaser für die Trefferauswertung.
Beim Amokszenario kommt der Schütze ums Eck, hat eine Kurzwaffe unten und dreht sich zu einem. Man macht die Täteransprache, er reagiert zuerst nicht, dann zuckt sein Arm und er nimmt die Waffe rauf. Man weiß nicht ob er sie weg wirft oder doch schießen möchte.
Wir haben uns beide fürs schießen entschieden, weil das natürlich am sinnvollsten ist bei so einem Täter und der Theorie zu deren Verhalten.
Ich habe zweimal geschossen - mein Kollege hat sein ganzes Magazin leer geballert und ist währenddessen runter in die Knie gegangen.
Ich dachte ich bin in einem Hollywoodfilm
Zweites Szenario hab ich alleine gemacht. Täter dreht sich um, legt die Flinte an, ich schieße zweimal. Einmal zwischen die Augen, zweiten auf den Körper.
Die Einsatztrainer dort sehen mich total überrascht und fasziniert an weil ich den ersten so klar zwischen die Augen gesetzt hatte und wohl nicht einfach mein Magazin leer geblasen habe
